Liebe Gemeinde der Schädelkirche,

mit diesen Zeilen möchten wir euch nicht nur über die jüngsten Ereignisse informieren, sondern auch auf eine besondere Andacht hinweisen. Die folgende Geschichte basiert auf den seltsamen Begebenheiten, die Schwester Clown während ihrer Arbeit an der Kirchenbaustelle erlebte. Die Ereignisse wurden von einem ebenfalls anwesenden Gemeindemitglied in Form einer Kurzgeschichte verarbeitet:

Die ungewöhnliche Morgenstunde

Es begann an einem scheinbar gewöhnlichen Morgen auf der Kirchenbaustelle der Schädelkirche, wo Schwester Clown die Brennöfen überwachte, die über Nacht Erz und Metall eingeschmolzen hatten. Die Luft war erfüllt vom Knistern der lodernden Flammen und dem metallischen Duft des geschmolzenen Erzes und dem fernen Rauschen des Meeres.

Schwester Clown, in ihrem weißen Gewand, das von Ruß und Asche verziert war, nahm die Hitze des Feuers gelassen hin, während sie bedächtig den Kessel rührte und die Blicke über die glühenden Öfen schweifen ließ.

Das seltsame Geräusch

Plötzlich, ohne Vorwarnung, war ein ungewohntes Geräusch zu hören. Ein strömendes, plätscherndes Rauschen, das von der Ferne zu kommen schien und sich schnell näherte.

Schwester Clown erstarrte, ihr Herz begann schneller zu schlagen, als das Geräusch immer lauter wurde. Wasser tropfte zunächst von der Decke, dann sprudelte es aus allen Richtungen, als würde ein unsichtbarer Wasserfall die Realität der Insel aufreißen.

Wasser von allen Seiten: Nicht zu fassen, was da passiert ist...
Wasser von allen Seiten: Nicht zu fassen, was da passiert ist…

Die mysteriösen Verse des Windes

Während das Wasser unaufhörlich strömte, flüsterte der Wind seltsame, unverständliche Verse, die wie eine alte Prophezeiung klangen. „Vom Wasser geboren, in Luft gehüllt, in Feuer getragen…“

Die Worte drangen durch das Gebrüll des Wassers und hallten in den Ohren von Schwester Clown wider. War das der Schädelgott, der seine Hände im Spiel hatte?

Die Ohnmacht und die Wiedergeburt

Das Spektakel endete abrupt mit der Ohnmacht von Schwester Clown. Als sie wieder zu Bewusstsein kam – nach Minuten oder Tagen – fand sie sich am Ufer wieder, nackt und desorientiert. In ihrer Hand hielt sie eine Fackel, die schwach im Schein des Morgengrauens flackerte.

Wasser von allen Seiten: Nicht zu fassen, was da passiert ist...
Nur ein Stein und eine Fackel – die Situation zu Beginn von Rust kommt einem bekannt vor…

Im Gepäck nichts als einen Stein. Um sie herum erstreckte sich eine unberührte, neblige Landschaft, die in der aufgehenden Sonne schimmerte. Was war geschehen? War dies ein Traum, eine Vision oder eine Vision?

Die Rückkehr zur Normalität

Nach einer undefinierbaren Zeitspanne wiederholte sich das Schauspiel in umgekehrter Reihenfolge. Die Luft strömte aus allen Ecken, und Schwester Clown stand erneut vor den brennenden Erzöfen, als wäre nichts geschehen. Ein Gefühl der Erleichterung durchströmte sie, doch die Erinnerung an das seltsame Ereignis lässt sie nicht los.

Die Suche nach Antworten

Auch nach einer ausführlichen Besprechung mit den Gemeindeältesten konnte nicht klar bestimmt werden, was genau auf der Insel passiert war. Fest stand nur: Die ganze Insel war betroffen, sie war verschwunden und dann plötzlich wieder aufgetaucht, als wäre sie durch eine andere ersetzt worden und dann zurückgekehrt.

Auch die Ältesten können das Mysterium nicht deuten oder einorfnen.

Die Geschichte mag nun zu Ende sein, aber die Fragen und die Mystik, die sie aufwirft, sind es nicht.

Einladung zur Andacht

Um diesen ungewöhnlichen Vorfällen gemeinsam nachzugehen und Trost sowie geistlichen Beistand zu finden, laden wir euch alle herzlich ein, heute Abend zu einer Andacht im Outpost zusammenzukommen. Lasst uns in diesen Zeiten der Unsicherheit füreinander da sein und gemeinsam nach Antworten suchen.

Bir Ham Schuger Ham!

In Verbundenheit, Schwester Clown

One Comment

Kommentar verfassen