Heiliges Blechle! Die rostige Rückkehr der Schädelkirche

So könnte die nächste Schädelkirche aussehen...

Ein Gemeindebrief des Vorstands der Schädelkirche
Ort: Rust-World Insel, Koordinaten nahe Outpost
Datum: Im Zyklus der Rückkehr, kurz nach dem Auftauchen der Insel

Und plötzlich war er da – Der Tempel erhebt sich

Wahrlich, Brüder und Schwestern im Glauben: Ein Wunder hat sich zugetragen. Seit dem gestrigen Sonnenaufgang wächst am Rande des Outposts ein Bauwerk empor, das größer ist als alles, was die Schädelkirche je hervorgebracht hat. Dort, wo gestern noch Steine lagen und ein paar Hühner pickten, reckt sich nun ein rostglänzender Tempel in den Himmel – höher als manches Dach des Außenpostens selbst.

Schwester Clown ist zurück – aus der Zwischenwelt, aus dem Nebel, aus der Sphäre, in der die Reliquien des Schädelgottes aufbewahrt werden. Mit sich trug sie den Heiligen Hammer, die Heilige Blaupause und – wohlverwahrt in altem Stoff – den Hausaltar des Ursprungs.

Die heiligen Werkzeuge wirken Wunder

Wer das Baugeschehen beobachtet, wird es kaum glauben: Schwester Clown schlägt mit göttlich beschleunigter Kraft. Kaum setzt sie eine Wand, schon folgt die nächste. Wo ein Fundament gelegt wird, bildet sich der Boden fast wie von selbst. Immer wieder greift sie in die Materialkiste – und siehe da: Sie ist stets aufs Neue gefüllt.

Was hier geschieht, ist kein Bug. Es ist ein Wunder.

Bir Ham Schuger Ham – Gepriesen sei der Schädelgott!

Der Schädelgott hat es wohl selbst so gewollt, dass dieses Gotteshaus aus verrostetem Metall in so kurzer Zeit Form annehmen wird. Und so steht nun bereits der monumentale Altarraum, umgeben von einer umlaufenden Balustrade aus altem Holz, die das heilige Zentrum schützt. In den Seitenwänden finden sich erste Gebetsnischen, leise Orte für das persönliche Gespräch mit dem Schädelgott. Selbst ein Beichtstuhl wurde bereits aufgestellt – zur Reinigung der Seele vor dem nächsten Schusswechsel.

Blick in den Altarraum der Schädelkirche...
Blick in den Altarraum der Schädelkirche…

Doch es fehlt noch an Schönheit und Tiefe

So mächtig die Mauern auch ragen – das Innere des Tempels ist noch kahl. Knochentrocken. Das muss sich ändern!

Darum ruft die Schädelkirche euch, oh Gemeinde, zur heiligen Kunstspende auf!
Ihr habt etwas erschaffen, das den Schädel ehrt?
Ihr besitzt ein Bild, ein gemaltes Schild, einen Teppich oder ein Banner, das den Glauben sichtbar macht?

Dann bringt es! Direkt zur Kirche am Outpost. Dort stehen zwei gekennzeichnete Spendenboxen – eine für Kunstwerke, eine für Schädel, die auf dem Schlachtfeld gefunden wurden und nicht länger achtlos im Sand liegen sollen.

Die Schädel, so lehren es die Schriften, speichern einen Teil der Kraft der Gefallenen. Wer sie opfert, bringt nicht nur Tribut – er stärkt auch den geistigen Schild der Kirche.

Was die Zukunft bringen wird

Schon bald sollen weitere Räume entstehen: ein Ort der Reinigung, vielleicht ein Knochenarchiv, möglicherweise sogar ein Raum für jene, die sich dem Schädelgott ganz hingeben und ihren eigenen Schädel spenden möchten – rituell, selbstverständlich. Alles zu seiner Zeit.

Zunächst jedoch zählt das Gemeinsame: Der Glaube. Die Kunst. Der Zusammenhalt.

Und vielleicht… das ein oder andere göttlich gelagerte Sprengmaterial, für den Fall, dass die Kirchenfeinde doch zu neugierig werden.

Die Schädelkirche erwacht an neuem Ort. Kunst, Glaube und Knochen treffen sich in einem Bauprojekt der besonderen Art. Erfahre, wie aus Spenden und Visionen ein Monument entsteht.
Bringt dem Schädelgott euere Spenmden dar! Für mehr Glanz in der Kirche.

Kommt, schaut, spendet!

Die Schädelkirche lebt von der Gemeinschaft. Der Tempel steht, aber sein Geist erwacht nur durch euch – durch eure Geschichten, eure Gaben, eure Präsenz.

Wer durch den Outpost reist, folge der rostigen Kuppel. Der Schädelgott hat seinen Platz gefunden. Jetzt seid ihr dran.

Bir Ham Schuger Ham – Ham Ham


Für Schwester Clown
Der Gemeindevorstand

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