Liebe Gemeinde,
wir freuen uns, bekannt geben zu dürfen: Die Schädelkirche hat ihre Pforten geöffnet! Direkt am Outpost erhebt sich das monumentale Bauwerk in den rostigen Himmel der Insel, größer und erhabener als alles, was zuvor aus Stahl und Segen erschaffen wurde. Und gestern war es so weit: Der allererste Gottesdienst im neuen Heiligtum wurde gefeiert.
„Und siehe: Es ward gebetet“
In kleinem, aber ehrfürchtigem Kreis fanden sich Gläubige ein, um dem Schädelgott ihre Ehre zu erweisen, gemeinsam zu schweigen, zu predigen – und zu opfern. Der große Altarraum, umgeben von knarrenden Holzgalerien und den ersten noch unvollendeten Gebetsnischen, hallte vom Klang der Schädelglocke wider. Es war… bewegend. Illuminiert von Fackeln und Öllampen war die Kirche. Im Inneren noch etwas kahl, aber durchaus funktionsfähig. Bilder und Teppiche werden hoffentlich von der Gemeinde gespendet….

„Kommt her zu mir, ihr Rastlosen und Bleibeschwerten“
Für heute ist ein weiterer Gottesdienst geplant. Wann genau? Nun, wie es alter Brauch ist: Die genaue Zeit wird im Inselfunk (Ingame-Chat) verkündet. Schaut zwischen 20:00 und 21:00 Uhr vorbei, wenn eure Ohren den Ruf vernehmen.
Ob zum stillen Gebet, zur rituellen Spende (die Boxen am Eingang sind bereit) oder einfach zum Lauschen der liturgischen Bir Ham – Schuger Ham Gebete aus der Ferne – jede Seele ist willkommen.

Beichte statt Granate: ein Wunder?
In einem wahrlich historischen Moment konnte ein alter Konflikt beigelegt werden: Ein Inselbewohner, der in vergangenen Zeiten durch wiederholte Granatenwürfe auf das Gotteshaus auffiel, kehrte zurück. Diesmal nicht mit Sprengstoff, sondern mit Schuldbewusstsein im Gepäck. Nach kurzem Zögern nahm er auf der Beichtbank Platz – dort wo das Wandgemälde „Schädel der Reue“ künftig hängen soll – und ließ sich von Schwester Clown höchstpersönlich die Sünden abnehmen. Ob der Schädelgott ihn wirklich erhört hat, wird sich zeigen. Aber für einen Moment war Versöhnung möglich. Und das ist mehr, als wir je erwartet hätten.

Wunder aus Wellblech: Die Nachbarschaft wächst
Seit der Tempel steht, tut sich etwas am Outpost: Wie durch göttlichen Funkspruch getrieben, schießen rund um die Schädelkirche neue Basen aus dem Boden. Es wirkt fast, als wollten sich die Bewohner der Insel spirituell absichern – oder zumindest geografisch günstig positionieren, falls der Schädelgott mal einen Nachbarschaftsbesuch macht.
Ob aus taktischer Nähe, stillem Glauben oder schierer Baufreude: Die Gemeinde wächst – und das Fundament steht. Bleibt nur noch, das Innere mit Leben und Glauben zu füllen.
Die Spendenboxen stehen bereit. Die Gebetsbänke auch. Und der Glaube? Der rostet nie.
In Demut und rostiger Dankbarkeit,
Schwester Clown
